Börse am Nachmittag 27.07.2010


US-Verbrauchervertrauen bremst DAX aus
Deutsche Bank mit Milliardengewinn
Der DAX folgte zunächst den guten Vorgaben aus New York und legte auch im Zuge
guter Unternehmensdaten bis zum Nachmittag um 0,9 Prozent auf ein Tageshoch von
6.253 Punkten zu.
Allerdings ließ dann ein unerwarteter Rückgang des US-Verbrauchervertrauens die
Tagesgewinne schmelzen. So notierte der DAX nach Bekanntgabe der Daten bei 6.205
Punkten nur noch mit 0,2 Prozent im Plus. Das Vertrauen der Verbraucher in den
USA hängt Experten zufolge vor allem von der Situation am Arbeitsmarkt ab. Da
sich die Lage hier aber kaum verbessert hat, trüben sich auch die Perspektiven
für den privaten Konsum merklich ein.
Einige aktive Derivateanleger nahmen jetzt zunächst Gewinne bei
Put-Optionsscheinen und Short-Zertifikaten mit, die sie erst im Laufe des Tages
erworben hatten. Gleichzeitig setzten nun viele Marktteilnehmer schon wieder auf
kurzfristig steigende Kurse. Der Euwax Sentiment Index lag nun bei plus 20
Punkten.
Hinweis:
Der britische Ölkonzern BP hat wegen der anhaltenden Ölkrise im Golf vor der
Küste der USA einen zweistelligen Milliardenverlust ausgewiesen und trennt sich
wie erwartet von Firmenchef Tony Hayward. Die Nachfolge tritt der US-Amerikaner
Bob Dudley an. Ist für das Unternehmen BP nun das Schlimmste überstanden? Und
wie reagiert die Aktie auf die neuesten Meldungen? Ralf Wiedmann von der
Vermögensverwaltung AdVertum schätzt die Situation im Gespräch mit Börse
Stuttgart TV ein.
Börse Stuttgart TV - Interview hier abrufbar:
https://www.boerse-stuttgart.de/de/aktuelles/boersestuttgarttv
/boersestuttgarttv.html?vid=4050
Die Deutsche Bank überzeugte heute die Börsianer mit dem aktuellen
Zwischenbericht. Dabei erzielte das größte deutsche Kreditinstitut im
abgelaufenen Quartal abermals einen Milliardengewinn. Das Handelsergebnis blieb
allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie legte dennoch um
4,3 Prozent auf 52,56 Euro zu. An der Euwax kam es am Nachmittag überwiegend zu
Gewinnmitnahmen bei Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten.
Quelle: boerse-stuttgart
AG
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die
Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder
anderen Vermögenswerten.)
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