Marktkommentar
Sonntag 10 Juni 2012 08:53
Es sieht ganz so aus, als würde Spanien eine Finanzspritze von 100 Milliarden Euro zu sehr weichen Bedingungen bekommen.
Die Märkte mögen darüber ein paar Stunden oder 2-3 Tage jubeln. Vielleicht kommen auch noch "überraschend" und "rein zufällig" gute Zahlen aus den USA, China oder Deutschland, die diese Entwicklung am Montag unterstützen.
Die Volatilität bleibt extrem hoch, denn die Wahl in Griechenland steht vor der Tür.
Nach Spanien, werden sich die "Märkte" wohl Italien und Frankreich vorknöpfen. Da braucht man sich wohl keine großen Illusionen zu machen.
Es steht außerdem zu befürchten, dass auch Deutschland seine Top-Bonität verlieren wird.
Das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Wir spielen mit dem Feuer.
Die Target2-Salden der Bundesbank sind bei 700 Milliarden Euro, rechnen Sie noch noch die ganzen Bürgschaften und Haftungen zusammen, sind wir bereits weit über 1 Billion Euro an Verpflichtungen eingegangen.
Während immer unverschämtere Forderungen an Deutschland gestellt werden. Und es nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis die Bevölkerung auch hier ausgeplündert worden ist. In Wirklichkeit hält die Bundesbank Europa zusammen.
Während man ausgerechnet den Deutschen unterstellt zu wenig zu tun oder Europa in den Abgrund zu stürzen.
In Wirklichkeit, wäre es ohne Deutschland und seine Verrücktheit in Friedenszeiten, so etwas wie einen Versailler-Vertrag einzugehen, schon lange vorbei.
Den Zusammenbruch kann Deutschland aber auch nicht mehr aufhalten, wenn weitere, große Volkswirtschaften in ernste Schwierigkeiten geraten. Eigentlich ist Spanien schon zu viel des "Guten".
Ich wundere mich die ganze Zeit, dass die Niederländer, Finnen oder Österreicher nicht aufstehen. Wie verrückt muss es, für etwas kleinere Länder als Deutschland, wirken wenn man solche Giganten raushauen muss?
Eigenartig auch die Franzosen. Rente mit 60, nahezu perfekten Kündigungsschutz, 35 Stunden-Woche, mit oftmals vier Arbeitstagen... Also all das, was es hier kaum noch gibt, möglichst auf Kosten Deutschlands.
Das wir das alles mitmachen, wird man in späteren Jahren als geisteskrank und absurd betrachten.
Kein Wunder, dass man es noch mit einer vertieften Union Europas versucht. Denn nur so wähnen sich unsere Eliten wohl sicher vor Tribunalen, falls die Sache schief geht. Die ganze Sache wird natürlich ganz anders verkauft werden.
So wie die "Spanien-Rettung" gerade. Weil die Rating-Agenturen signalisiert haben, die Bonität auch von Deutschland herab zu stufen, versucht man es jetzt als günstigen Kredit zu verkaufen. Und Spanien scheint auch noch das Glück zu haben, so gut wie keine Auflagen zu bekommen.
Klar, das dies jetzt Mode wird.
Money for nothing and not even the chicks are free- for Germans!
Die Schuldner erpressen offensichtlich die Gläubiger.
Die Euro-Zone ist so ziemlich das Unangenehmste, in das Deutschland hinein geraten konnte. Von einem Dritten Weltkrieg einmal abgesehen.
Mich wundert immer mehr, mit welcher Nibelungen-Treue unsere Presse noch das System Euro-/EU für voll nimmt.
Ein Auseinanderbrechen scheint doch eher ein Glücksfall der Erlösung zu sein.
Nur noch Gerüchte, dass Deutschland zahlt, halfen letzte Woche den Markt zu stabilisieren.
Im Grunde geht die Munition langsam aus. Sprachloses Entsetzen macht sich breit. In der Erkenntnis, dass der Tag X nicht mehr weit sein könnte.
Hilflosigkeit und Resignation machen sich in Brüssel und seinen Satellitenstaaten bemerkbar. Der unmögliche Elitentraum von einem Groß-Europa und einer Währung, für die notfalls ein Staat für 16 weitere gerade stehen soll, droht zu zerplatzen.
Und es kommt noch schlimmer. Die Investoren werden sich immer weiter von europäischen Anleihen zurück ziehen. Sie werden nicht unter 7% in Europas Bonds gehen, die bonitätsmäßig möglicherweise kurz vor dem Ramsch-Status stehen.
Schlimmer noch: Es droht eine Herabstufung und irgendwann ein Käuferstreik gegenüber Deutschen Staatsanleihen.
Weil Deutschland sich mit den Rettungen übernimmt. Und ebenfalls weiter über seine Verhältnisse lebt.
Die Schwellenländer haben schon genug beunruhigende Signale bezüglich dem Kauf europäischer Anleihen gesendet.
Wer diese Signale überhört, riskiert vom internationalen Geldstrom am Ende abgeschnitten zu sein.
Der Kollaps droht oder die Hyperinflation.
Nur für wen soll Herr Draghi die Trillion drucken? Für alle gleichzeitig?
Gab es noch vor einiger Zeit Hoffnung, dass die Sache wenigstens noch eine Weile gut geht, sieht es jetzt ganz anders aus.
Das Vertrauen ist weitgehend weg und auch die internationale Presse hat den Euro offenbar abgeschrieben. Mittlerweile wird selbst die deutsche Presse immer kritischer.
Eine Währung ohne Vertrauen ist aber keine funktionierende Währung mehr.
Die Kapitalflucht hält in Südeuropa immer noch an. Sie kann jederzeit auf Zentraleuropa durchschlagen.
Der Euro kann im Prinzip jeden Tag kollabieren, was man insbesondere in der angelsächsischen Presse sehr offen lesen kann. Nicht ohne Besorgnis übrigens. Contagion- also Ansteckung, ist eines der meist benutzten Wörter, in diesem Zusammenhang.
Der Euro kann sich aber auch noch eine Weile durchwurschteln.
Die Frage stellt sich, ob es nicht besser wäre, dass die Sache ein schnelles Ende findet? Ein kranker Gaul verdient den Gnadenschuss. Soviel Mitleid sollte man schon aufbringen.
Wie viele Zugeständnisse wollen wir noch machen? Wie viele Regeln noch brechen oder brechen lassen?
Ich glaube, nicht einmal die Besatzungsmächte nach dem letzten Krieg, sind uns so auf der Nase herumgetanzt oder haben uns so ausgeplündert.
Von der Sowjet-Zone vielleicht abgesehen.
In Kürze haben wir auch noch Griechen-Wahl. Ein Euro-Austritt-Griechenlands ist schon in den niedrigeren Aktienkursen enthalten.
Insofern, würde das jetzt die Märkte nicht mehr groß überraschen.
Es könnte diesmal sogar ganz anders laufen: Die Märkte werden verrückt spielen, wenn Griechenland im Euro bleibt.
Denn man die 'Nase' absolut voll. Von dieser Unberechenbarkeit, den ständigen und schlechten News, die jegliche Erholung und Investition zu einem Risiko macht.
Weltweit.
Wir wollen uns aber nicht auf die Griechen einschiessen.
Den immerhin hat das Volk einiges auf sich nehmen müssen.
Während beispielsweise die Italiener es erst gar nicht richtig versuchen. Deutschland soll es richten, man möchte keine harten Einschnitte hinnehmen.
Es ist daher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass die Märkte sich sehr schnell Italien vornehmen werden.
Leider ist das so.
Daran ist aber nicht Deutschland schuld. Die Staaten, die am meisten Probleme haben, verhalten sich nicht vereinbarungsgemäß oder wollen es nicht.
Wenn sich die Kurse durch eine mögliche, kurze Erleichterungs-Rallye wegen Spanien beruhigen, wird das allenfalls der optimale Einstieg für einen neuen Short sein. Aber keine positive Trendwende mehr.
Ich sehe hier im Moment nicht die Möglichkeit einer beständigen Erholung. Zudem ist fraglich, wie die Geschäftszahlen der nächsten Berichtssaison ausfallen.
Die Charttechnik mag zum Einstieg einladen und nach potentieller Hausse aussehen. Aber die Realität und das gestiegene Risiko lassen sich nicht mehr ausblenden.
Die Märkte mögen darüber ein paar Stunden oder 2-3 Tage jubeln. Vielleicht kommen auch noch "überraschend" und "rein zufällig" gute Zahlen aus den USA, China oder Deutschland, die diese Entwicklung am Montag unterstützen.
Die Volatilität bleibt extrem hoch, denn die Wahl in Griechenland steht vor der Tür.
Nach Spanien, werden sich die "Märkte" wohl Italien und Frankreich vorknöpfen. Da braucht man sich wohl keine großen Illusionen zu machen.
Es steht außerdem zu befürchten, dass auch Deutschland seine Top-Bonität verlieren wird.
Das scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Wir spielen mit dem Feuer.
Die Target2-Salden der Bundesbank sind bei 700 Milliarden Euro, rechnen Sie noch noch die ganzen Bürgschaften und Haftungen zusammen, sind wir bereits weit über 1 Billion Euro an Verpflichtungen eingegangen.
Während immer unverschämtere Forderungen an Deutschland gestellt werden. Und es nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis die Bevölkerung auch hier ausgeplündert worden ist. In Wirklichkeit hält die Bundesbank Europa zusammen.
Während man ausgerechnet den Deutschen unterstellt zu wenig zu tun oder Europa in den Abgrund zu stürzen.
In Wirklichkeit, wäre es ohne Deutschland und seine Verrücktheit in Friedenszeiten, so etwas wie einen Versailler-Vertrag einzugehen, schon lange vorbei.
Den Zusammenbruch kann Deutschland aber auch nicht mehr aufhalten, wenn weitere, große Volkswirtschaften in ernste Schwierigkeiten geraten. Eigentlich ist Spanien schon zu viel des "Guten".
Ich wundere mich die ganze Zeit, dass die Niederländer, Finnen oder Österreicher nicht aufstehen. Wie verrückt muss es, für etwas kleinere Länder als Deutschland, wirken wenn man solche Giganten raushauen muss?
Eigenartig auch die Franzosen. Rente mit 60, nahezu perfekten Kündigungsschutz, 35 Stunden-Woche, mit oftmals vier Arbeitstagen... Also all das, was es hier kaum noch gibt, möglichst auf Kosten Deutschlands.
Das wir das alles mitmachen, wird man in späteren Jahren als geisteskrank und absurd betrachten.
Kein Wunder, dass man es noch mit einer vertieften Union Europas versucht. Denn nur so wähnen sich unsere Eliten wohl sicher vor Tribunalen, falls die Sache schief geht. Die ganze Sache wird natürlich ganz anders verkauft werden.
So wie die "Spanien-Rettung" gerade. Weil die Rating-Agenturen signalisiert haben, die Bonität auch von Deutschland herab zu stufen, versucht man es jetzt als günstigen Kredit zu verkaufen. Und Spanien scheint auch noch das Glück zu haben, so gut wie keine Auflagen zu bekommen.
Klar, das dies jetzt Mode wird.
Money for nothing and not even the chicks are free- for Germans!
Die Schuldner erpressen offensichtlich die Gläubiger.
Die Euro-Zone ist so ziemlich das Unangenehmste, in das Deutschland hinein geraten konnte. Von einem Dritten Weltkrieg einmal abgesehen.
Mich wundert immer mehr, mit welcher Nibelungen-Treue unsere Presse noch das System Euro-/EU für voll nimmt.
Ein Auseinanderbrechen scheint doch eher ein Glücksfall der Erlösung zu sein.
Nur noch Gerüchte, dass Deutschland zahlt, halfen letzte Woche den Markt zu stabilisieren.
Im Grunde geht die Munition langsam aus. Sprachloses Entsetzen macht sich breit. In der Erkenntnis, dass der Tag X nicht mehr weit sein könnte.
Hilflosigkeit und Resignation machen sich in Brüssel und seinen Satellitenstaaten bemerkbar. Der unmögliche Elitentraum von einem Groß-Europa und einer Währung, für die notfalls ein Staat für 16 weitere gerade stehen soll, droht zu zerplatzen.
Und es kommt noch schlimmer. Die Investoren werden sich immer weiter von europäischen Anleihen zurück ziehen. Sie werden nicht unter 7% in Europas Bonds gehen, die bonitätsmäßig möglicherweise kurz vor dem Ramsch-Status stehen.
Schlimmer noch: Es droht eine Herabstufung und irgendwann ein Käuferstreik gegenüber Deutschen Staatsanleihen.
Weil Deutschland sich mit den Rettungen übernimmt. Und ebenfalls weiter über seine Verhältnisse lebt.
Die Schwellenländer haben schon genug beunruhigende Signale bezüglich dem Kauf europäischer Anleihen gesendet.
Wer diese Signale überhört, riskiert vom internationalen Geldstrom am Ende abgeschnitten zu sein.
Der Kollaps droht oder die Hyperinflation.
Nur für wen soll Herr Draghi die Trillion drucken? Für alle gleichzeitig?
Gab es noch vor einiger Zeit Hoffnung, dass die Sache wenigstens noch eine Weile gut geht, sieht es jetzt ganz anders aus.
Das Vertrauen ist weitgehend weg und auch die internationale Presse hat den Euro offenbar abgeschrieben. Mittlerweile wird selbst die deutsche Presse immer kritischer.
Eine Währung ohne Vertrauen ist aber keine funktionierende Währung mehr.
Die Kapitalflucht hält in Südeuropa immer noch an. Sie kann jederzeit auf Zentraleuropa durchschlagen.
Der Euro kann im Prinzip jeden Tag kollabieren, was man insbesondere in der angelsächsischen Presse sehr offen lesen kann. Nicht ohne Besorgnis übrigens. Contagion- also Ansteckung, ist eines der meist benutzten Wörter, in diesem Zusammenhang.
Der Euro kann sich aber auch noch eine Weile durchwurschteln.
Die Frage stellt sich, ob es nicht besser wäre, dass die Sache ein schnelles Ende findet? Ein kranker Gaul verdient den Gnadenschuss. Soviel Mitleid sollte man schon aufbringen.
Wie viele Zugeständnisse wollen wir noch machen? Wie viele Regeln noch brechen oder brechen lassen?
Ich glaube, nicht einmal die Besatzungsmächte nach dem letzten Krieg, sind uns so auf der Nase herumgetanzt oder haben uns so ausgeplündert.
Von der Sowjet-Zone vielleicht abgesehen.
In Kürze haben wir auch noch Griechen-Wahl. Ein Euro-Austritt-Griechenlands ist schon in den niedrigeren Aktienkursen enthalten.
Insofern, würde das jetzt die Märkte nicht mehr groß überraschen.
Es könnte diesmal sogar ganz anders laufen: Die Märkte werden verrückt spielen, wenn Griechenland im Euro bleibt.
Denn man die 'Nase' absolut voll. Von dieser Unberechenbarkeit, den ständigen und schlechten News, die jegliche Erholung und Investition zu einem Risiko macht.
Weltweit.
Wir wollen uns aber nicht auf die Griechen einschiessen.
Den immerhin hat das Volk einiges auf sich nehmen müssen.
Während beispielsweise die Italiener es erst gar nicht richtig versuchen. Deutschland soll es richten, man möchte keine harten Einschnitte hinnehmen.
Es ist daher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten, dass die Märkte sich sehr schnell Italien vornehmen werden.
Leider ist das so.
Daran ist aber nicht Deutschland schuld. Die Staaten, die am meisten Probleme haben, verhalten sich nicht vereinbarungsgemäß oder wollen es nicht.
Wenn sich die Kurse durch eine mögliche, kurze Erleichterungs-Rallye wegen Spanien beruhigen, wird das allenfalls der optimale Einstieg für einen neuen Short sein. Aber keine positive Trendwende mehr.
Ich sehe hier im Moment nicht die Möglichkeit einer beständigen Erholung. Zudem ist fraglich, wie die Geschäftszahlen der nächsten Berichtssaison ausfallen.
Die Charttechnik mag zum Einstieg einladen und nach potentieller Hausse aussehen. Aber die Realität und das gestiegene Risiko lassen sich nicht mehr ausblenden.
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