Die Eurobond-Erpressung
Mittwoch 23 Mai 2012 08:27
Lange, deutsche Ausbildungszeiten empfiehlt Frau Leyen den anderen Europäern gegen die Rekordjugendarbeitslosigkeit.
Nicht überall ist man so dumm, jahrelangelang zu lernen, wie man Pakete packt oder Scheiben wischt.
Es geht auch flexibler.
So will man also etwas für die "verlorene Jugend" Europas tun. Bis diese 'deutschen' Ideen umgesetzt sind, genug Ausbildungsplätze da sind und dann die Ausbildung zu Ende wäre, gibt es schon wieder eine neue Generation. Aber das hört sich so richtig schön an, für konservative Wähler.
Es wäre schon viel damit getan, wenn es aktuell in Griechenland, Spanien oder Portugal ausreichend Vollzeit-Jobs gäbe, bei denen genau so viel gezahlt wird, wie ein deutscher Auszubildender verdient.
Aber kommen wir zurück zu den Euro-Bonds.
Letztes Jahr im November war das zuletzt ein großes Thema.
Erinnern Sie sich? Man sprach von Elite-Bonds.
Ein Akt der Verzweiflung. Alle sechs Triple-A-Länder (die mit der besten Bonität in Europa), sollten für alle anderen bürgen.
Es gelang nicht einmal die sechs 'AAA'-Staaten unter einen Hut zu bringen. Mit 17 Ländern im Boot konnte man, trotz der damals "gefühlten" Eile und dem Druck der "Märkte", gar keine Übereinkunft erzielen.
Damals gehörte Frankreich noch zu den Ländern, die bei allen großen Rating-Agenturen ein Triple-A genossen. Am 13.Januar 2012 entzog S&P Frankreich die Top-Bonität.
Am 14.02.2012 entzog ebenfalls S&P Österreich das Triple A.
Am 2. Februar trafen sich die Triple A-Länder erstmalig ohne Frankreich und Österreich in Berlin.
Noch gar nicht so lange her.
In diesem AAA-Club sind nur noch Luxembourg, Finnland, die Niederlande und Deutschland.
Vorher war Frankreich auch nicht für die Einführung der Eurobonds. Ob man nicht für andere überall mithaften wollte oder den Deutschen bei dieser Position gegenüber nachgab, ist schwer zu sagen.
In erster Linie ging es um die Rettung des französischen Bankensystems, welches stark unter Spannung stand. Am Ende wurden gar alle Banken in Euroland und teilweise darüber hinaus mit Geld geflutet.
Jetzt, wo Frankreich, selbst kein Triple A mehr hat, ist man natürlich scharf auf die Eurobonds. Zuletzt war es auch Sarkozy.
Denn Frankreich hat ja jetzt kein Triple A mehr.
Das heißt bei Elite-Bonds, braucht man nicht mehr mitzubürgen, denn man gehört nicht mehr dazu.
Mit anderen Worten: Frankreich hat nichts mehr zu verlieren. Und braucht nicht mehr zu haften, das sollen dann die Deutschen erledigen.
Entweder bürgen nur die Triple-A-Länder für Frankreichs Schulden und die Schulden aller abderen oder bei allgemeinen Euro-Bonds alle 17 Länder, vor allem aber Deutschland. Für alle Schulden, die mit diesen Bonds aufgenommen werden, versteht sich.
Was das bedeutet, dürfte klar sein.
In dieser Weise will man Deutschland einspannen.
Einsparen ist nicht. Gilt jetzt als asozial. Zu anstrengend.
Einige ganz kluge Ökonomen reden die Bonds natürlich jetzt auch in der Presse schön.
Fragt sich nur, wer diese Ökonomen dafür bezahlt?
Nichts konstruktives tun, aber den deutschen Zinsvorteil erhalten, wird eine Illusion bleiben.
Denn die Märkte müssten dieses Spiel unterstützen.
Das werden sie aber nicht mehr!
Zur Verärgerung von Kanzlerin Merkel aber brachte Hollande die Eurobonds ausgerechnet auf dem G8-Gipfel ein.
Der Druck auf Deutschland wächst und die Probleme könnten sogar noch größer werden, wenn Investoren darauf hoffen können, beispielsweise demnächst italienische Staatsanleihen, quasi mit deutscher Deckung zu erhalten.
Warum also diese Italien-Anleihen jetzt noch kaufen?
Ein gefährliches Poker-Spiel, was Hollande derzeitig spielt.
Er riskiert eine Verschärfung der Krise, um Deutschland in die Euro-Bonds zu zwingen.
Zugleich wird die deutsche Austeritätspolitik als menschenverachtend hingestellt.
Die Strafe der Märkte aber hat bisher Frankreich abbekommen, zahlt man doch fast doppelt so hohe Zinsen, wie Deutschland.
Hollande wird daher die Idee nicht fallen lassen, es sei denn Deutschland kommt ihm anderweitig "großzügig" entgegen.
Offenbar bleibt nichts anderes mehr übrig, als versuchen Deutschland vor den Karren zu spannen.
Wann zieht Deutschland endlich die Notbremse?
Nicht überall ist man so dumm, jahrelangelang zu lernen, wie man Pakete packt oder Scheiben wischt.
Es geht auch flexibler.
So will man also etwas für die "verlorene Jugend" Europas tun. Bis diese 'deutschen' Ideen umgesetzt sind, genug Ausbildungsplätze da sind und dann die Ausbildung zu Ende wäre, gibt es schon wieder eine neue Generation. Aber das hört sich so richtig schön an, für konservative Wähler.
Es wäre schon viel damit getan, wenn es aktuell in Griechenland, Spanien oder Portugal ausreichend Vollzeit-Jobs gäbe, bei denen genau so viel gezahlt wird, wie ein deutscher Auszubildender verdient.
Aber kommen wir zurück zu den Euro-Bonds.
Letztes Jahr im November war das zuletzt ein großes Thema.
Erinnern Sie sich? Man sprach von Elite-Bonds.
Ein Akt der Verzweiflung. Alle sechs Triple-A-Länder (die mit der besten Bonität in Europa), sollten für alle anderen bürgen.
Es gelang nicht einmal die sechs 'AAA'-Staaten unter einen Hut zu bringen. Mit 17 Ländern im Boot konnte man, trotz der damals "gefühlten" Eile und dem Druck der "Märkte", gar keine Übereinkunft erzielen.
Damals gehörte Frankreich noch zu den Ländern, die bei allen großen Rating-Agenturen ein Triple-A genossen. Am 13.Januar 2012 entzog S&P Frankreich die Top-Bonität.
Am 14.02.2012 entzog ebenfalls S&P Österreich das Triple A.
Am 2. Februar trafen sich die Triple A-Länder erstmalig ohne Frankreich und Österreich in Berlin.
Noch gar nicht so lange her.
In diesem AAA-Club sind nur noch Luxembourg, Finnland, die Niederlande und Deutschland.
Vorher war Frankreich auch nicht für die Einführung der Eurobonds. Ob man nicht für andere überall mithaften wollte oder den Deutschen bei dieser Position gegenüber nachgab, ist schwer zu sagen.
In erster Linie ging es um die Rettung des französischen Bankensystems, welches stark unter Spannung stand. Am Ende wurden gar alle Banken in Euroland und teilweise darüber hinaus mit Geld geflutet.
Jetzt, wo Frankreich, selbst kein Triple A mehr hat, ist man natürlich scharf auf die Eurobonds. Zuletzt war es auch Sarkozy.
Denn Frankreich hat ja jetzt kein Triple A mehr.
Das heißt bei Elite-Bonds, braucht man nicht mehr mitzubürgen, denn man gehört nicht mehr dazu.
Mit anderen Worten: Frankreich hat nichts mehr zu verlieren. Und braucht nicht mehr zu haften, das sollen dann die Deutschen erledigen.
Entweder bürgen nur die Triple-A-Länder für Frankreichs Schulden und die Schulden aller abderen oder bei allgemeinen Euro-Bonds alle 17 Länder, vor allem aber Deutschland. Für alle Schulden, die mit diesen Bonds aufgenommen werden, versteht sich.
Was das bedeutet, dürfte klar sein.
In dieser Weise will man Deutschland einspannen.
Einsparen ist nicht. Gilt jetzt als asozial. Zu anstrengend.
Einige ganz kluge Ökonomen reden die Bonds natürlich jetzt auch in der Presse schön.
Fragt sich nur, wer diese Ökonomen dafür bezahlt?
Nichts konstruktives tun, aber den deutschen Zinsvorteil erhalten, wird eine Illusion bleiben.
Denn die Märkte müssten dieses Spiel unterstützen.
Das werden sie aber nicht mehr!
Zur Verärgerung von Kanzlerin Merkel aber brachte Hollande die Eurobonds ausgerechnet auf dem G8-Gipfel ein.
Der Druck auf Deutschland wächst und die Probleme könnten sogar noch größer werden, wenn Investoren darauf hoffen können, beispielsweise demnächst italienische Staatsanleihen, quasi mit deutscher Deckung zu erhalten.
Warum also diese Italien-Anleihen jetzt noch kaufen?
Ein gefährliches Poker-Spiel, was Hollande derzeitig spielt.
Er riskiert eine Verschärfung der Krise, um Deutschland in die Euro-Bonds zu zwingen.
Zugleich wird die deutsche Austeritätspolitik als menschenverachtend hingestellt.
Die Strafe der Märkte aber hat bisher Frankreich abbekommen, zahlt man doch fast doppelt so hohe Zinsen, wie Deutschland.
Hollande wird daher die Idee nicht fallen lassen, es sei denn Deutschland kommt ihm anderweitig "großzügig" entgegen.
Offenbar bleibt nichts anderes mehr übrig, als versuchen Deutschland vor den Karren zu spannen.
Wann zieht Deutschland endlich die Notbremse?
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